Kleinwasserkraft

Forschungsbereich Kleinwasserkraft

Neue Ansätze für die Kleinwasserkraft

Warum Kleinwasserkraft?…

Die Laufwasserkraft ist die einzige etablierte Form der erneuerbaren Energien, die einerseits grundlastfähig ist, andererseits aber auch regulierend eingesetzt werden kann. Laufwasserkraftwerke haben, im Gegensatz zu Photovoltaik, einen sehr niedrigen leistungsspezifischen Flächenbedarf. Sie sind wirtschaftlich und energetisch rentabel und können sich diesbezüglich mit konventionellen Kraftwerken, die fossile Energieträger verwenden, messen. Demgegenüber steht der Einfluss des Kraftwerkes auf die Natur. Querbauwerke behindern die Wanderung von Fischen entlang der Flussläufe. Um diesen Nachteil, der ansonsten umweltverträglichen Technologie zu beheben, erforscht das Institut für Fluidsystemtechnik fischfreundliche Turbinen.

Umwelt und Wirtschaftlichkeit im Einklang…

Am Institut für Fluidsystemtechnik werden neue Konzepte zur Optimierung von umweltverträglicher Wasserkraft entwickelt. Die Anforderungen, die sich durch die heutige Wasserhaushalts- bzw. Umweltgesetzgebung an die Wasserkraft ergeben, verlangen nach wirtschaftlich rentablen Maschinenkonzepten, welche gleichzeitig die Biopermeabilität der genutzten Gewässer nicht beeinträchtigen.

Für den langfristigen Erfolg einer Energietechnologie sind die leistungsspezifischen Investitionskosten eine entscheidende Größe. Am Institut für Fluidsystemtechnik werden diese auf Basis des Cordier Diagrammes und analytischer Betrachtungen optimiert.

Robuste Maschinen mit geringen leistungsspezifischen Investitionskosten führen zu geringen Stromgestehungskosten und somit zu hoher Rentabilität.

Metzler M., Pelz P.F.: OPTIMIZATION OF POWER-SPECIFIC INVESTMENT COSTS FOR SMALL HYDROPOWER

Metzler M., Pelz P.F.: DESIGN AND OPTIMIZATION OF SMALL HYDROPOWER TYPE SERIES FOR SURFACE WATERCOURSE

Vordenker seit 1897…

Adolf Pfarr, der erste Inhaber des Lehrstuhles für Fluidsystemtechnik, entwickelte als Erster eine geregelte Wasserkraftturbine. Auf seine Entwürfe ist der Voith Turbinenregler von 1879 zurückzuführen, der wegweisend war. Neben der konventionellen Wasserkraft, beschäftigte sich Adolf Pfarr bereits zu Beginn des 20 Jahrhunderts auch mit anderen Formen der regenerativen Energien. Dies geht aus seiner Rektoratsrede mit dem Titel „Über die Ausbeutung der sich im Meere betätigenden Wasserkräfte“ hervor.

In der Tradition Adolf Pfarrs sind wir heute Vordenker wenn es darum geht umweltfreundliche Turbinenkonzepte von hoher wirtschaftlicher Rentabilität zu entwickeln.

Antrittsrede Prof. Pfarr

Pelz P.F.: Funktion und Aufwand: Durch Gründlichkeit zur Innovation

Pelz P.F.: Upper Limit for Hydropower in an Open-Channel Flow