Erfolgreiche Teilnahme an der International Conference on Resilient Systems

Forschende des FST präsentieren ihre Ergebnisse auf der ICRS in Delft

05.05.2026 von

Unter dem Motto „Resilience in an Age of Disruption“ wurde im März die International Conference on Resilient Systems in Delft ausgerichtet. Drei Forschende des FST stellten ihre Arbeit zum Thema Resilienz soziotechnischer Wasserversorgungssysteme vor.

Wie lassen sich technische Systeme so gestalten, dass sie ihre Funktion auch während kritischer Ereignisse erfüllen? Welche technischen und welche administrativ-politischen Ansätze braucht es, damit Gesellschaften mit Krisen und Katastrophen umgehen und sich möglichst rasch von diesen erholen können?

Diesen und weiteren verwandten Fragen widmet sich eine stetig wachsende interdisziplinäre Forschungscommunity, die sich im März auf der International Conference on Resilient Systems (ICRS) in Delft traf.

An der Konferenz nahmen vom FST Michaela Leštáková, Kevin Logan und Jonathan Sattler teil und präsentierten ihre eigene Forschung zur Resilienz von Wasserversorgungssystemen. Jonathan Sattler legte in seinem Vortrag seinen Ansatz zur statistischen Modellierung von Wasserverbrauch dar. Michaela Leštáková zeigte eine neue Metrik zur Bewertung der Überwachbarkeit verschiedener Netzwerkstrukturen, basierend auf dem regelungstechnischen Prinzip der Beobachtbarkeit, anhand von Wasserversorgungsnetzwerken. Kevin Logan präsentierte in einem Vortrag die experimentelle Überprüfung von Gestaltungsprinzipien und Betriebsstrategien für die Resilienz von Wasserversorgungssystemen. In einem zweiten Vortrag stellte er seine Ergebnisse zum Einfluss von Verbraucherverhalten auf die Resilienz des Systems vor.

Die International Conference on Resilient Systems ist seit dem Jahr 2019 das zentrale Forum auf dem sich Wissenschaftler*innen aus den unterschiedlichsten Disziplinen sowie praxisnahe Anwender zur Erforschung und Umsetzung der Resilienz in soziotechnischen Systemen austauschen. Von Beginn an ist das FST mit seiner Forschung zur Resilienz von Wasserversorgungssystemen, die aktuell im Rahmen des LOEWE-Zentrums emergenCITY betrieben wird, vertreten. Seit der Teilnahme am DeSIRE-Workshop der niederländischen Community in Delft 2022 und an der ICRS 2023 in Mexico City hat sich die Zusammenarbeit vertieft, so dass die TU Darmstadt mit emergenCITY seit dem Jahr 2024 die Konferenz gemeinsam mit dem Konsortium 4TU.ResilienceEngineering, demZentrum FRS der ETH Zürich, dem DLR und weiteren Partnern ausrichtet. Deshalb genossen wir nicht nur die Rückkehr nach Delft, sondern freuen uns auf die kommende ICRS, die im September 2027 in Darmstadt stattfinden wird.